Wir sind zu Hause

Dürfen hier sein. Drei Hunde & ich. Leben in einem Märchen. Das manch einer wohl als die Realität, ein anderer als das Leben bezeichnen würde. Wir dürfen sein. Wie wir wollen. Immer. Nur manchmal stießen wir dabei an Grenzen. In uns. Nun haben wir den Kampf aufgegeben, oder besser, das Kämpfen.

Im Spiegel sahen wir müde, aber zufriedene Augen. Wir sehen ein sich fragendes, geneigten Hauptes dasitzendes Kind, das nichts will als sich selbst. Die Welt dreht sich. Sagen sie & das eine oder andere möge geschehen. Vielleicht macht das was mit dir & vielleicht ist es sogar etwas unangenehm. Doch angenommen, du hättest das Unannehmbare angenommen, was wäre dann geschehen?

Wir sind. Wir sind die, die denken. Wir sind die, die denken, dass … ein Zug fährt hin. Der andere kommt zurück.

Wir sind die, die da sind. Vergiss die Frage, & du hast die Antwort. Wenn du weißt was ich meine. Wir haben unsere Familie gefunden. Das lassen wir so stehen & möchten, dass du kurz deiner Familie … Wir möchten nichts. Keine Angst.

Auch wenn du bis zum Hals voll davon bist.

Ist es nur Angst. Wer sagt, dass nicht alles so sein sollte, wie es war & nicht alles so sein darf, wie es ist?

Und … wer bist du überhaupt, der da ständig mit irgendetwas hadert? & wenn es auch nur das Hadern darüber ist, das du haderst. Du haderst. Ich hoffe das war einleuchtend.

& wenn dein Hals drückt & du Angst hast zu ersticken. Hab Angst. Nur ein was brauchst du weiß Gott nicht zu fürchten.

Die Angst selbst. Gut Feierabend. Lass uns in die Wanne gehen.

Guten Morgen

Wir sitzen bei Tee in unserem Schaukelstuhl. Haben Tag & Leben vor uns & knacken mit dem Nacken.

Sie unterhalten sich. Wir brechen auf. & ruhen einmal so richtig aus, bis es soweit ist.

Es ist Frieden. Wir haben nichts vor. Müssen nichts & wollen nichts, als dem T(R)aum ein guter Freund zu sein. So folgen wir ihm, auf leisen Sohlen, voll Scheu & Vorsicht, aus Angst vor dem ganz großen Glück, doch bedacht & achtsam, wie ein Rentner im Kleingarten. Wir halten nichts fest. Wir wissen, es würde an Magie einbüßen. Wir sind einfach da. Beatmetes Fleisch. Haut & Haar. Gießt noch mehr Kaffee auf den rießen Haufen Milch mit Honig.

Wir machen was wir wollen, weil wir nicht anders können.

Mustertext

Sie haben ein Problem?

& den Wunsch, es zu lösen? Wenn dem so ist, dann lesen Sie doch etwas weiter …

Einleitung überstanden. Wo stehen wir? Was sehen wir, wenn wir uns sehen?

Hier können Sie ruhig eine kleine, erste Pause machen. Gehen Sie in sich, falls nicht schon geschehen. & beantworten die Frage, wo Sie gewesen sind.

So weit, so gut. Es ist gar nicht so leicht, für jemanden zu schreiben. Er, Sie, Es beschweren sich ja meist lieber, als Problem Y zu lösen … 😉

Was ist ein Problem? Etwas, das man nicht fassen kann, vielleicht? Etwas, das sich nicht ausdrücken lässt? Etwas … ? Sagen Sie es mir.

Der Autor darf nicht zu viel von sich erzählen, schließlich trägt er Sorge dafür, dass Sie sich & ihr Problem rechtmäßig präsentiert sehen. Dennoch kam er nicht umhin, es sich in diesem Text gemütlich zu machen. & Ihnen tief in die Augen zu sehen.

Er sieht sich gerade vor dem Problem …

Erst 158 Worte geschrieben zu haben, für einen sogenannten Mustertext. & gleich zu Beginn sprach er vom Wir, obwohl er das nicht sollte.

Was willst du also noch hören, über dein Problem? Willst du dich nicht lieber selbst ausdrücken? Als nur immer wieder die immer gleichen Floskeln zu schlucken? 200 … Zahlen zählen mit. & dass das nicht doch noch in einer Erzählung endet, bringen wir das Kissen am Rücken in eine angenehme Position. Atmen aus & versinken im Summen der Stimme des Sängers des nun in der Mitte des Satzes einfach den nicht vorhandenen Faden verloren. Vielleicht ist dein Problem auch, dass du dir nicht das ich dir jetzt zu nahe getreten wäre. Wer bin ich schon, dass ich dir irgendetwas raten könnte? Wenn du ein Problem hast, dann habe es. Halte es fest, als wäre es dein letztes. Wie wärs damit?

Nun sind wir lang genug auf der Tastatur umher geirrt, um gleich, nach diesem Satz, hoffentlich, kein Problem mehr zu haben.

Einen noch: Nach dem Lesen, sagen Sie folgende drei Sätze zu sich selbst & lauschen mal der Antwort:

Ich tue genug. Ich habe genug. Ich bin genug.

Wir

Fühlen uns. Gut, wenn wir uns fühlen.

& liegen im Autositz. Die Sonne ist immer da. Auch wenn es noch ein wenig braucht, bis ihr Schein auf deiner Haut auftaucht.

Ich hab das schon mal geschrieben, aber … du lässt nicht los. Es lässt los. Wenn es hierfür bereit ist.

Hier ist kein Platz für Leben. Wir gehen. & sagen nicht wohin. Sonst sehen sie wieder nur das Ziel. Es gibt keins.

Leben ist das Ziel.

Wie könnte man sich das Leben nehmen?

Halt an. Halt an mir fest. Ich navigier uns durch diesen Waldbrand. Wenn du mich lässt …

Halt an … Wir müssen nicht pissen. Wir wollen.

Deine Kinder haben Vertrauen, doch ich dämlicher Bengel, denke nicht, Regen entsteht, aus den Tränen der Engel …

Man kann immer weiter denken. Voraus schauen nennen Sie dieses Phänomen.

Du bist einfach hier. Auch wenn es schwer ist.

& schreibst manchmal einen Satz.

Du fällst in nie enden wollende Müdigkeit. Bist müde. & es ist wundervoll.

Du lässt dich treiben. Landest hier, landest da. Du siehst so vieles. & bist froh, ein Teil von allem zu sein.

Genau so ist alles Teil von dir. Du bist es.

Ganz einfach.

Am See

Wir sitzen auf der Kühlbox. Es rauscht die Straße. Fische schwimmen treiben an der Wasseroberfläche.

Du schläfst. Ich versuche mich im Träumen. & tippe um des Tippens Willen. Lukas schwimmt. Es rauscht. Es ist nicht nur die Straße. Es riecht nach totem Fisch. Es riecht nach den Simpsons. Es riecht nach Untergang. Es riecht nicht, es stinkt.

Ich sitze auf der Kühlbox.

Solang das Bier kalt ist, können wir dem Augenblick ein lachendes Auge abgewinnen.

Was eine Ausdrucksweise. Soll man wählen, wenn es nichts zu sagen gibt? & wenn man schweigen so lang tat, dass einem schon die Zunge schmerzt?

Wir sind in Niederbayern …

Spielt das eine Rolle? Holen Gras, dann die Angeln & dann die Fische aus einem (anderen) See.

Was essen wir, wenn alles Gift ist? Dass, was wir selbst sammeln, anbauen & fangen. & was, wenn auch das Gift ist?

Was, wenn wir das Gift sind?

… & starren ins Handy. Hallo Welt ♥️