Sonntag (schon wieder)

Man kann vor lauter Plänen, ganz vergessen, dass man lebt.

& zuallererst schreiben wir mal die Geschichte von der Ameise zu Ende.

Wir liegen vorm Haus. Im Wind. Die Matratze. Sie machen Hubschrauber Flüge über der Stadt. Im 10 Minuten Takt. Was sollte man Sonntag Mittag auch sonst machen?

Wir hatten uns selbst Schachmatt gesetzt. So langsam entspannt es sich. So langsam …

Einmal hin & wieder zurück. Wenn das kein Spaß ist. Wir liegen & träumen. Wie ganz normale Menschen.

Eine Ameise auf dem leeren Blatt Papier.

Findet keine Orientierung. Sitzt auf dem r von wir. Sucht in all den Zeichen einen Ausweg. Sie versteht es nicht. Tapselt angstvoll über ein & & drei Punkte, zu einer freien Stelle. Ein Hubschrauber.

Man muss es nicht verstehen. Man muss das Ziel nicht kennen. Wir blättern um.

& haben die Ameise mit uns. Nun sitzt sie hier & lässt sich von unserem pinken Stift eine Welt zeichnen.

Sie sitzt gebannt an Ort & Stelle, an ihrem weißen Fleck & folgt dem Füllen des Blattes. Wir genießen den Augenblick, wo kein Hubschrauber zu hören ist & lang bevor wir den Sitz beendet haben. Halten wir Ausschau nach der Ameise.

Ihr wurde es zu bunt. Sie ist schon wieder in einer anderen Welt.

Wir begegneten uns noch einmal, als der Stift längst weggelegt war & sie freudig des Weges über unsere Matratze spazierte. Sie sah glücklich aus.

Wir haben noch etwas geschrieben. Lilly hat den Anfang abgetippt …

Wir sitzen in der Sonne. Ist der erste Satz den wir schreiben wollen. Wir machen die Not zur Tugend, würden sie sagen. Während ich mich frage, woher die Worte kommen. Wolken vor der Sonne. Wir lehnen uns an. Pablo beobachtet die Nachbarin, wie sie ihre in Gardinen gewickelten Sträucher befummelt.

Der erste Absatz steht. Wir schreiben nur, um Gedanken zu ordnen & für das Wohlgefühl beim Kritzeln auf Papier. Wir hören. Wie Steine in einen Eimer fallen & Glasflaschen klirrend zusammen knallen. Stein. Eimer. Der Tatendrang bringt Schwung in den Wurf & ich käme mir fast blöd vor, wenn ich hier ganz ohne wunderschön Gold scheinendem Bier säße. So fühle ich mich überlegen. Wenn ich dem Treiben lauschen darf. Wie sie über Urlaub reden & über was sie so erzählen. Wir wollen das nicht weiter vertiefen. Weil es nicht geht. Zudem haben wir nur noch die halbe Seite zum Schreiben. Also wählen wir weise, welchen Worten wir den Vortritt lassen. Ein Radiomann schreit uns ins Ohr. Es drückt & wir lassen es drücken. Sie sprechen unentwegt & ich schreib das hier alles, ohne auch nur einmal den Stift abgelegt zu haben. Wir haben Sonntag. Alle, bis auf paar unglückliche?! haben frei. Wir ziehen uns etwas langärmliges drüber & sind froh über die ordentliche Handschrift.

Eine Stunde haben wir noch … bei der Handschrift gehts morgen weiter. Gibt es keinen, der so einen richtigen Block schreibt? Auf jeden Fall bleiben wir heute wach, heute, … wir bleiben wach & schauen dem Nudelsalat in der Schüssel beim schlechtwerden zu. Lilly meinte, heute sei er noch gut. Morgen auf jeden Fall nicht mehr … im Hintergrund spielt irgendjemand (entschuldige) Mozarts Melodien. Bis dato hab ich dir mein Verstand gezeigt. Ich hoffe ihr versteht euch. Von nun an offenbaren wir unser Wesen. Welches wir selbst verloren glaubten, zu sicher hielten wir es versteckt. Da braucht es erst einige liebe Lebewesen, auf deinem Weg & in deinem Bett. Die sich her – & hingeben. & was weiß ich. Ich hoffe das Zeug wird dann bald schlecht. So 00:01 wäre gut. Dann können wir beruhigt schlafen.

Warum rauchen wir? & warum rauchen wir nicht? Woran halten wir uns? & was macht das mit uns?

Es ist still. Bald ist Mitternacht. & ich lege mich nun in ihren Schlaf. ♥️🏴‍☠️

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