Sonntag

Irgendwas um 12:10 … die gefräßige Stille des gabelklappernden Sonntagsmahles, geht in die leere, seelenlose Ewigkeit der Mittagsruhe, über. Wir liegen, den linken Arm auf das Kissen & unter den Kopf gestützt. Teller werden zusammengestellt.

Mein Kaffee dampft. Pablo schaut mich an – Es geht darum, dass du liest & wie es dir dabei geht. Was ich schreibe, ist egal, da nur wichtig ist, dass ich schreibe. Ein Schubkarren. Wir liegen hinter meinem Wald, der da mal kurzer Rasen einer Gartenanlage war. Sie, die Kleingartenanlage, gibt es immer noch, da die Menschen die böse Natur mit all- & ganztägigem Rasenmäheinsatz in Zaume halten. Sonst wär hier Leben in der Bude. So ist meine Blumenwiese, wo Kamille & Zwiebeln & Kartoffeln in einem von Bienen & Schmetterlingen gesäumten Reservat wohnen, wundervoll – Ich wollte in die andere Richtung ausschlagen, aber.. es ist die Natur, die zählt. Nicht irgendetwas anderes. Es ist das Leben & der Mut, solang mit voller Kraft zu blühen, bis eine fiktive „höhere‘‘Macht kommt, um dir mit einem Höllenlärm erzeugenden Elektrogerät den Kopf bis zu den Knöcheln, von deinem sogenannten Körper, zu trennen. Du wirst sagen, dass das nicht schlimm ist. Doch wenn alle Welt vergisst, dass wir Lebewesen sind & waren, wird zumindest das, was wir Untoten Kreaturen als Leben bezeichnen, eindrucksvolles Adjektiv einfügen zu Grunde gehen.

Wir reiben uns mit Kokosöl ein. Dazu stehen wir auf & …

sind eingerieben.

Mit gelben Zähnen & blutunterlaufenden Augen, sitzen wir hier, bei einem Bier & schnippeln Pilze. Vielleicht können wir ja hier so ne How-to-live Anleitung daraus machen. Die erste Weisheit war & ist, ein eingegossenes Bier zu leeren, bevor man aufsteht. Regel 2 kommt aus denn Bauch: Achtung: Fühle deinen Bauch.

Wir sitzen. & wenn man die Welt als Kommune & sich selbst als Teil dessen sieht & fühlt, hat man schon alles verstanden. Von hier aus darf man machen, was man will. & ist es lesen, dann liest du von nun an mit der Gewissheit, dass du gerade & für alle Ewigkeit nichts musst. Als lesen 😉

Die Bienenkönigin kommt & bedankt sich. Ich schreibe die Bienenkönigin … trinke das Bier leer, dass wir den selbstzerstörerischen Charme nicht verlieren, schreiben wir auch dies, & um dem nächsten, schon lauernden, etwas Ruhe im Eisfach zu gönnen.

Wir sind draußen. Pablo ist meine Augen. Es ist Nacht.

Schlafenszeit. Die Kerze brennt. Wachs tropft den Tisch hinunter. Auf mein Bein. Das Bier ist eiskalt. Wenn schon Untergang, dann auf der Titanic. Sagen sie.

Ich sitze hier. Inmitten dem Zirpen der Zirpen, & sitze & sitze & schreibe & sitze.

Die Kerze brennt. Die Flamme flackert. Die Miene hilft, mich auszudrücken. Das Blatt ist Speicher & gibt Energie frei, wenn ein anderer …

Wir legen den Stift weg, Atmen tief durch & fallen in die offenen Arme der Dunkelheit. Die Nacht, von Sonntag auf Montag. Sagen sie.

Sie schreiben aber auch keinen Block voll. Nachts. Leider. Haben sie keine Zeit. Weil, wer sich aufgab, hat nichts. Auch nicht das, was er hätte, wenn er einfach nur er sie es selbst gewesen wäre. Immer.

Sieh dir an, was dich davon abhält, zu sehen, was du länger verstanden hast.

Denn die Wege sind lang & selbst der Tod ist nicht ihr Ende. Wach endlich auf, reich mir die Hände …

Das Bier lacht mit & über uns. Wir sind vor lauter Farben ganz schwarz. Der Kerzendocht brennt.

Wir ruhen, wenn wir uns überwunden haben. & sind wach, wenn sie schlafen. Pablo rauscht los. Bis man wieder aufsitzt. & die schlacht weiter beschreitet.

Das Angebot. Das Los. Leben. Ein Leben leben … hier bleiben wir für heute stehen. Ich will auch mal nichts machen.

Sag mir welcher Satz es Wert ist, geschrieben zu sein. Mozarts Melodien … durch die Lautsprecher.

Ein Lebens -& todmüder Junkie, der schreibt, bis(h)er. Meer gibt es nur ganz selten.

Wir machen den Scheiß nur, weil wir es nicht aushalten.

Morgen gibt es nicht.

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