Samstag

Freitag 23:02. Es zieht mich immer wieder, zurück an den Schauplatz des Verbrechens. & ich hab Glück gehabt. Liebe hat mich verrückt gemacht. Doch es ist nicht die schönste Art, seinen Verstand zu verlieren. Ich bin nicht mehr da. Ich bin in meinen Zeilen. Es ist meine Welt. Wir sind beim Dope Boy. Ich hab Glück gehabt …

& sitzen schweigend nebeneinander. Sollte man meinen. Dabei schreit es. Hier & überall. Stumm & wortlos. Ich liebe dich trotzdem. Ich komm leider zu spät. Mein Bauch drückt. Zu Hause ist da, wo man in Ruhe aufs Klo kann. Wenn man keine Ruhe hat, liegt das in einem. Wenn man das versteht, braucht es kein zu Hause mehr. Schön wärs.

Er ist wieder da. Wir sind geladen. & fahren in meine Badewanne.

23:49. 50. Pablo atmet alles raus. Ich stehe mit glühendem J inmitten weißen Wänden. Ein Wasserhahn rauscht. 2 Kerzen brennen & der Qualm steigt in meine Nase.

Ich sitze auf der Matratze & lehn den Kopf an die Wand. Es ist als würde ich etwas, was geschrieben steht

Wir waren, sind & bleiben versunken. & lassen Worte, von nun an für sich sprechen. Ich glaube, der Plot steht.

Wenn deine Welt tot ist, merkst du nicht, das du auch tot bist. Internet aus. Handy aus.

Das Schreiben, du, jeder Augenblick hat mich dazu gebracht, dass ich nun in meiner Welt, genau diese Worte schreiben wollte & mich ab hier selbst sehe, & mich frage.

Warum halte ich die Luft an? & warum schlägt mein Herz so doll? Das der Bildscjirm nicht mehr blendet & ich den Kopf unter Wasser habe, sind zwei Gründe

Dafür, dass ich mich entschied, dass Handy zu nehmen. Entschuldige die lange Einleitung, aber, ich musste etwas ausholen. Scheinbar.

Kopf hoch. Wir schreiben ein Buch, am Handy, unter Strom (das kam mir vorhin mit dem Strom), obwohl ich eigentlich in meiner Vorstellung von dem, der ich gern wäre, oder wie es jetzt mir gefiele, dass es sei, mit geschlossenen Augen daläge. Ein Zug rauscht vorbei. Der zweite. So lang & endlos. 01:11.

Es mäht niemand rasen. Weil jeder, der es gestern tat, schläft, oder es versucht, um es morgen wieder zu tun. Das man mal seine Ruhe hat.

Wir halten uns von nun an raus. Wir bilden uns ein, etwas zu sein. & hören.

✓ Ich nehm mir jetzt mal wirklich Zeit. & versuche nicht,

Wir tippen mit einer Hand. Ein Auto. & legen den Kopf wieder ab. Wir lesen, was wir immer wollten & wenn nicht, machen wir hier schon Schluss. Bis wir das Handy weglegen. Das Handy …

So das ist jetzt in der Welt. & Lüge ich jetzt nicht, „mitten in der Nacht“, in der Badewanne, mit den Ohren unter Wasser, obwohl ich sie auch hinaus strecken könnte. Punkt. Wo willst du hin?

Der Hals öffnet sich. Ich öffne mich. Alles öffnet sich. Die Tür ist verschlossen. Es ist totenstill. Würden sie sagen.

Es lebt. Es bebt. Es atmet. Es ist verklebt. Hängt. Würgt. Kämpft. Will nicht. & will dennoch. Es grummelt der Magen. Wenn man ihn lassen würde. Hör auf. Mach weiter.

Der Blick weicht von Handy. Ich nehm dich jetzt mal mit. Das Herz pocht. Klopft. Tobt

Heißes Wasser. Fließt.

Wir heben ab. Haben abgeschalten. & hören nur noch. Wie sie …

Wasser trinken. Du kannst ja Zeile für Zeile den Bildschirm von aufgebrachtem tape befreien, um nicht ganz so aufgebracht zu … als könnte ich.

Wir haben immer Urlaub, das hasch das hasch mitbekommen?

Ein Zug. Der dritte. Oder? Der Wind.

Ein Zug. Laut. Nah. Verkniffene Stirn. Gelockert

Wir arbeiten mit Kopf unter Wasser & spüren, verspüren Durst, während der vierte Zug vorbei fährt.

Ich sage immer weniger.

& du verstehst mich immer besser. Wir haben Durst, sind wieder high. Ok ich hör auf mit reden. Gute Nacht ihr Granatapfel ( Granaten) .

Wer weiß, wie lang man das Wasser, was wir trinken, schon nicht mehr trinken kann. & wer weiß, was geschieht, wenn wir es doch tun? Mein Magen grummelt. Er spricht mit mir. Wir schweben im Wasser.

Ein Hund bellt. Ich greife das Handy. Ich hatte paar Jahre vergessen, wie man lebt. Genau genommen waren es 7. Ich wach auf, & was ich sehe: alle schlafen. Schon immer. Ein Hund bellt. Wir stülpen die oberen Schneidezähne über die untere Lippe.

Endlich Wochenende.

Drei Uhr 7. Jemand steckt etwas in den Briefkasten.

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