Prolog

Guten Morgen. Der Tag nach gestern. Die Hunde sind hier. Ich auch. Laptop auf den Tisch gestellt. & dass ist getippt. Immer hin sind andere schon lang auf Arbeit. 08:41. Ich träume einfach weiter. 

Wir waren auf dem Klo (der Leser & ich) & sitzen wieder hier. Die Sonne scheint, auch wenn sie sich hinter den Wolken versteckt. Es hat die letzten Stunden sanft geregnet & ich werde versuchen, diese Zeitausdrücke zu vermeiden. Ich huste, mehr aus Gewohnheit als Notwendigkeit, werfe die nicht restlos leeren Fressnäpfe in die Wiese, um die Armada an Fliegen um mich herum verschwinden zu lassen, huste zweimal mehr, (dreimal) & beschließe, den Satz nun zu beschließen.

Die Vögel zwitschern.

& da wir noch ganz am Anfang stehen, lassen wir uns Zeit. Es braucht um nichts zu gehen. Wir finden uns erst einmal. Wir erkennen, wo wir sind. & strecken uns ein wenig. 

Pablo hat zwei Riesenzecken am Körper. Die Pinzette ist weg. & der Ekel zu groß, sie mit der Hand rauszuziehen. Die Teekanne leert sich. Das fünfte leer in diesem Buch. 

Wir haben gestern ein paar Kapitel des geteilten Himmels verschlungen. Die Sonnenstrahlen arbeiten sich durch die Wolken. Wenn der Geist frisch ist, geschlafen hat & träumen durfte, keine Ahnung, ob der Geist träumen kann. Man das Bett verlässt, niemanden sieht, nichts hört (nichts hören muss), kein Handy hat, das Internet auslässt, & der Teekanne beim leer werden zusieht, ist man bei sich (schenk mir einen besseren Ausdruck) & kann tun & lassen, was man will. Da das kaum einer tut (zu tun scheint), vergisst man diese Möglichkeit manchmal. Bis man zusammen bricht, weil man so, wie man zu leben schien, nicht mehr funktionieren kann. & es Jahre dauert, um zu erkennen, wie schlecht es einem ging. 

Deine sogenannten Eltern machen dich fertig. Weil sie fertig sind. Womöglich. Ich rede nicht von meinen. Ich rede durch sie. 

Die Sonne ist verdeckt. Die Wolken geben sich keine Mühe. Sie sind so voller Wasserdampf, Wasserdampf, cooles Wort, Dampf. Sie sind so voll Wasser, dass sie die Strahlen der Sonne brechen & verschlingen. Doch nur, bis die Sonne sie verdampft. 08:55. Wir haben mehr als eine Seite geschrieben. Zwar Schriftgröße 16. Doch so soll es wohl sein. Die Wolken sind Wolken. Die Sonne ist die Sonne. Kaya kaut geschlossenen Auges ihren Rinderknochen. 

Ich gähne & streichle Bauch & Rücken. Die Sonne kommt zum Vorschein (en hervor). Ich trinke einen Schluck Tee & schalte den Wasserkocher ein. 08:57. Der Tag gehört dir. (auch wenn du dir irgendetwas anderes einreden ließest.) Weil, wenn du nicht bist, wo du gern wärst, liegt das nicht daran, wo du bist, sondern daran, dass du dort nicht sein willst. 

Wir haben Kräuter gepflückt, den Tee aufgegossen & einen Schluck Kaffee getrunken. Ein T-Shirt aus dem Bett geholt & den WLAN-Router gleich mit. Dem Drang, ihn einzuschalten & mit der Außenwelt in Kontakt zu treten, widerstanden, zwei weitere Schluck Kaffee genippt, in Gedanken daran, was nun ausgedrückt werden will. 

Es scheint ein leichtes, sich in dieser Maschinerie einspannen zu lassen & ein Leben lang als Packesel durch die Wüste zu rennen. Mit Knopf im Ohr, arbeitet man, um genug zu trinken. Doch da man durch die Wüste rennt, fehlt es sogar an Wasser. Dann beschwert man sich … schwerer, ja, gar unvorstellbar für den Rennenden scheint es, dies nicht zu tun. Man glaubt sich, was sie einem vorgaukelten & gaukelt weiter, einfach vor sich hin. Der Kaffee bringt meinen Darm in Wallung. Ich bin noch nicht ganz bereit, zum Klo zu gehen, doch sehr bald wird mein Organismus mich führen. Zurücklehnen. Kaffee trinken. Guten Morgen. Nochmal.

09:19.

„& was hast du das letzte Jahr so gemacht?“ Nichts. Mich um meinen Garten gekümmert. „Hast also bissl rumgegärtnert?“ Ja, wenn du so willst. /

Dieses nichts sagt alles. Ich sag / so, die Scheiße ist raus. 

Ich schau mal wie ich das formuliert bekomme. Das hieße nämlich, ich hätte verstanden, mit meinem Verstand zu fassen bekommen, was daraus will. 

Ich sagte nichts, bis ich ein Buch geschrieben hatte. Bis ich sagen konnte, ich hab ein Buch geschrieben. Um nun stolz (& ironisch, nur verstehen sie die Ironie (eventuell) nicht) zu behaupten, nichts getan zu haben. Während wir nun am Anfang des zweiten Buches stehen. Bis ich sie beim nächsten Mal fragen könnte, was sie im letzten Jahr gemacht haben. Ich hoffe nicht, dass selbe, wie schon die 100 Jahre zuvor. Das würde nämlich bedeuten, dass es in ihren Augen auch die nächsten 100 so weiter gehen könnte. 

Wenn ich sehe, wie sie ihre Hunde der Straße & Leine entlang hinter sich herziehen, während sie das Handy in Händen halten, als würde ihr Herz bei einmaligem Erlischen des Bildschirms zu schlagen aufhören. Was wohl für alle Welt & besonders für den Hund & den, dem dieses Bild durch Mark & Bein schneidet, das Beste wäre. 

Jetzt schreibst du wieder über andere. Nein, ich schreibe durch sie. Weil ich sie nicht einfach über den Haufen fahren darf. Mir wurde diese Erlaubnis seitens des lieben Gottes noch nicht offiziell zuteil. So kam es, dass ich zu schreiben beginnen musste, weil ich mich sonst selbst über den Haufen gefahren hätte. Da das aber zumindest meinen Hund nicht erfreut hätte, entschied ich, einen letzten Versuch zu starten. Hier ist er. Hier bin ich. & hier sind nun zwei Hunde. Die mit mir gemeinsam im Garten (sie würden sagen chillen), chillen. 09:31. Das Leben eines Denkers. Der da zu fühlen begann & erstaunt ist, wie dieser Knäul bis hierher überleben konnte. An so manchem Satzende würde er gern feilen, doch da eh niemand die Welt durch seine Augen sieht, außer er selbst, lässt er es einfach so stehen. Wenn es mir nicht gefällt, kann es ja sein, dass es dir gefällt. & mir ist egal, ob dir das hier gefällt. Du sollst, du kannst, du darfst es lesen. Weil du ein Lebewesen bist. Das gelebt wird & nichts tun muss, als den Scheiß hier lesen.

Einverleiben. 

Wenn das Schreiben pausiert, spiele ich mit dem Gedanken, das WLAN einzuschalten. Mal sehen was mein Brieffreund der Bulle meint. Wir sind vorgeladen, weil ich Graspflanzen zur sicheren Einsicht vor meinem Gartenhaus in Kübeln platzierte. Wenn ich Gras hätte anbauen wollen, hätte ich das wo anders gemacht. Am liebsten hätte ich ihm den Blog geschickt, dass er versteht, was hier los ist, & dass ich den Gartenoberfuzzie nur ärgern wollte. Er will mich hier raus haben & ich gab ihm etwas Futter für seine Wut, um den Widerstandskampf gegen die blühende Natur ein wenig anzuheizen. Doch leider hab ich statt Polizist, Bulle geschrieben … ich entscheide mich, es ihm doch zu schicken. Dann versteht er, was ich sage, wenn ich bei ihm bin. 

Abgeschickt.

10:09. WLAN aus. Für immer. Mein Magen drückt noch etwas. Dann werde ich mal Heim, in die Wanne. & vielleicht über das Fitnessstudio laufen. Wir werden sehen. 

Wir waren beim Sport. 12:24. & nun steht eine große Schüssel Obstsalat mit Joghurt & Müsli vor mir. Keine Sorge. Es wird nicht für immer so weiter gehen. Auch wenn es mich entspannt. Wir finden & entfalten uns. Wo wir landen werden, wirst du sehen. Ich hab geschaut, was der Polizist geantwortet hat. Ich hab etwas Angst. So wie immer. Doch wir haben gelernt, dort hineinzugehen, um dort rauszukommen. Also dann …

16:14

Wir sitzen in der Sonne & atmen aus. Haben einen Hut aufgesetzt & sitzen erneut. Zitrone & Cola im Glas. Um mich herum fliegen Fliegen. Ich blicke hoch & sehe einen weißen Schmetterling.

Vielleicht sagt man, wenn man nichts sagen will, am meisten. Vielleicht auch nicht. Mir geht es gut, wenn ich es mir erlaube. & mir geht es beschissen, weil ich es mir nicht erlaube. In meinem Buch, in der Badewanne, geht es mir gut. Weil ich, ja, ich weiß es nicht. Dann sehe ich Pablo & er tut mir leid. Ich tu mir leid. Dieses ganze Kopfzerbrechen. 

Sie rennen tagtäglich & verschneiden ihre Pflanzen. Bei mir blühen sie. & ich werde rausgeworfen. & nicht einmal das. Wenn dann kommt das Gericht, dass ja nicht kommt, sondern Briefe schreibt. & auch das Gericht … Es ist traurig. Zum Mäuse melken. 

Wir fahren mit dem Auto in den Wald. Wo leben wir bitte?

Ich solle es aussitzen, meinte Peters Frau. Petra. Na gut.

& da ich nichts vorhabe, & zu müde bin, für irgendetwas, schreibe ich ein zweites Buch. Nur für dich. 

Dass du, falls du das irgendwann liest, keine Ahnung. 

16:23.

Zweites Glas Cola eingegossen. Wie drücken wir uns aus? & tun wir das überhaupt? & überhaupt? Ich hoffe, ES kommt richtig schön zur Geltung. 

Danke Mama. Ich lebe gern. Nur lebt nichts. Außer meine Hunde, & die Pflanzen um mich rum. Ich wollte meine Pflanzen schreiben. Ich wollte längst, ja, was wollte ich? 

Genügend Kraft haben, um ihnen ein schönes Leben zu schenken. Sie haben es. Sie sind froh, wenn ich da bin. Es genügt. Das ich da bin. Also, alles gut? Alles gut … 

So ein Schwachsinn. 

& die Seiten füllen sich. Mit Leere. 

Wenn ich doch nur arbeiten würde. & mich irgendwo einspannen ließe … 

Stattdessen schicken wir Polizisten irgendwelche E-Mails, gehen zum Sport, machen ihn auch ein wenig, essen Obstsalat mit Joghurt & Müsli, versinken Stunden im Natron, mit offenen Augen im Wasser, treiben davon & fühlen uns. Scheiße. Würden sie sagen. Doch wir sind froh, wenigstens irgendetwas zu fühlen. Während der Himmel plötzlich strahlend blau, ja, was macht er, der Himmel? Scheint er? Oder ist er einfach? & erscheint uns blau. 

Ich würde schreiben, dass ich die Hoffnung aufgegeben hab, wenn ich sie je besessen hätte. Okay, jetzt werden wir weinerisch. Sch & ch, beides falsch. Für Word. Wir sitzen doch in der Sonne. Vergiss das nicht. 

Ich hielt den Kopf unter Wasser, weil sie vorm Haus mähten. 

Der Klang des Rasenmähers verfolgt mich seit meiner Geburt. & ließ mich sterben. 

Nun suchen wir mal zusammen, was noch übriggeblieben ist. 

Es ist süß, dass ich hoffte, es würde irgendwann besser. Doch zumindest meinem Kopf geht es besser. Das Hängen & Würgen blieb. Hängen, Würgen. Leiden. Erschaffen. Doch was kann man erschaffen, wenn aller Boden unfruchtbar? 

Vergiss, was du zum Satzbau gelernt hast. Vergiss, was du gelernt hast. Vergiss, dich. Haha. Das hast du längst. 

Fliegen fliegen. 16:36.

Was mach ich mit meinem Restleben? Druck spüren, & merken, dass ich nichts in Händen halte. Den blauen Himmel betrachten, einen halben Augenblick, während die andere Hälfte tief in mir gefangen liegt. 16:37. Das zweite Glas ist leer.

Wir gießen nochmal ein. Vielleicht bin ich in ein paar Zeilen so stark, mein Leben, zu leben. So wie der weiße Schmetterling. Rumfliegen. Fliegen fliegen. 

Der Laptop lädt. Ich schreibe, & drücke den letzten Funken Hoffnung in mir, aus. 

Zitronen ausdrücken & warten, bis ich endlich wieder müde bin. Das ist mein Leben. 

& du? Lieber schreib ich über dich. Da weiß ich, was ich hab. Doch wem nützt das schon? 

Vielleicht sollen wir uns einfach entspannen & froh sein, dass wir da sind

Punkt

Fliegen summen. Beim Fliegen. Stell dir vor, was du tust, & was du bist, ist ein & dasselbe. Okay, der lässt erst einmal auf sich wirken. Ich schreibe derweilen weiter, weil du ja irgendetwas brauchst, woran du dich halten kannst. Hier. Ist. Es.

120.836 Wörter hab ich seit letztem Herbst in dieses Dokument getippt. & korrigiere das n, aus letzten, zu einem m, weil das den Grammatikliebhabern besser gefällt. Hoffend, (l) Ich. 

Ich meine, sind wir doch mal froh, dass wir noch geatmet werden. & dass die Sonne scheint. So, wie wir es immer wollten. 16:58. Zeit vergeht. 

Ich hätte auch gern einen Vater gehabt. Einen, der wenigstens Rasenmähen will. Ich weiß, das ist unfair. Ich fühle mich schlecht, wenn ich so etwas sage. Doch ich fühlte mich mal so schlecht, dass ich gar nichts mehr fühlte. & sie reden. & haben zu tun. & ich kuriere mich aus. 17:00.

Ich ziehe den Hut vor der Sonne. Sie strahlt. Als wäre nie etwas passiert. Vielleicht ist auch nie etwas passiert? Wer weiß. Irgendetwas? 

& solange sich die Plattenspieler drehen … ich mach immer was ich will, du nur. Was du musst.

Wo liegt der Unterschied zwischen Dope & Tomaten?

Bald verbieten sie einem, Essen anzubauen. & sie kommen & konfiszieren Tomatenpflanzen.

Wo liegt der Unterschied? 

Ich frag ja nur. & nicht einmal das. Sie fürchten sich vor dem Leben. So scheint es. Doch wovor sie sich wirklich fürchten, weiß ich nicht. Ich dachte. Ich dachte, ich könnte Psychologe spielen. Doch dort komm ich nicht rein. Wenn jeder dem anderen beim Autofahren schreibt, wer fährt dann noch? & wer ist jeder, wenn jeder, jeder ist?

Ich könnte ewig so weiter machen. Wie oft hab ich das schon gesagt. Der Nachbar steht da, mit seinem Salatkopf in der Hand. Die Schnecken haben ihn dank des gestreuten Giftes nicht gegessen. & wenn sie es wagen wollten, starben sie. Lass es dir schmecken. 

Ich hab keine Lust. & das ist das Beste, was mir passieren konnte. So kann ich vielleicht doch irgendwann einfach hier sitzen. & mich freuen, dass ich keine Lust habe. Mich an meiner Unlust erfreuen, hätte der Literat gesagt. 

576.840 Buchstaben. Du kannst den Salat abspülen, wie du willst. Es wird dich töten. & mich vielleicht auch. 17:11. Kaya bei mir. Mein Magen drückt. So langsam wird es etwas ruhiger in mir. Es geht mich alles nichts mehr an. 

Es ist nur der Scheiß um dich rum, der dich werden ließ, was du wurdest. Doch du kannst sein, wer du willst. Wie wäre es, mit dir? 

Darf ich vorstellen? Mein einziger Freund: Die Reflexion. 

Nur, wenn jeder sein Spiegelbild hasst, & man ein Spiegel ist, wird man bespuckt & zerkratzt, wie es ihnen beliebt. Ich bin in 1000 Teile zersplittert. Durch all die Scherben, spazieren sie nun. Der Spiegel, spiegelt, auch in 1000 Teilen. & dass sogar 1000-fach.

17:17.

Wenn Lilly wieder da ist, nehm ich sie in den Arm. Manchmal bin ich zu schwach dafür. Dann hasse ich mich selbst. & werde lebensmüde.

Ich schrieb für ein besseres Morgen. Ich schreibe für ein besseres Heute. Ich schreibe. Um heute zu erleben. Ich weiß noch immer nicht wohin mit mir. Ich fürchte mich vor der Welt. Doch dann soll es so sein. Einmal schwach sein. Bitte. Nur einmal schwach sein. Fliegen essen Rinderknochen. Kaya träumt im Schatten. Ich hatte Angst davor. Doch so langsam bleibt uns nichts, außer der Traum. 17:21. Ich sitze. & du?

23:57. Pablo unter meinem Bein. Je weniger ich schreiben will, desto besser wird es. Was heißt, besser? Was heißt weniger & was heißt wollen? Gedanken überschlagen sich. Ich tippe einen nach dem anderen. & betrachte den Bildschirm.

Tief durchatmen. Den Text kann ich auch dann noch auf kursiv stellen. Du hast gestern was geschafft. In deinen Augen. Was die anderen sagen, gibt es nicht. Ich tippe. Ich liebe dich. Nur war ich so schwach. So voller Angst, dass ich nicht mehr lieben wollte … mein Fuß bebt. Ich lass ihn beben. Er muss beben. Was wäre wenn ich ihn still hielte? So wie immer. Wenn ich sollte. Doch wofür? Hierfür.

Das ist für dich. Danke, dass du so stark warst. Du darfst nun du sein. Sei einfach da. Es ist kein Witz. Lass dir die Scheiße aus den Händen gleiten. Ich schiebe dich mit Wucht weg. Nur, dass ich für mich sein kann. & das ich das schreiben kann. Verstehst du das?

Doch ich komm leider zu spät. Oder?

!

23:58. 

Wir gehen. Ab Dienstag. 

23:59. 

Kürzer vor 12 wird es nicht. Den Kopf in ihren Armen loslassen. If you want it bad, come and fight for it. 

00:00. 

Husten. Weil ich vor dem Atmen Angst habe. Eine Fliege fliegt vorüber.

Von nun an ist Frieden. 

Kennst du das, wenn du mit deiner Wut in Einklang gerätst?

00:01. Nur nichts anbrennen lassen. Außer …

Manchmal fehlt dir das Wissen. Manchmal fehlt dir der Glaube. Gerade meinte ich zu mir selbst, dass ich einfach das high sein & die Musik für mich genießen werde. Ich tu es. 

00:02. 

Ich spiele mit der Zeit. & sie sind so verrückt, dass es keiner Silbe Mehrwert ist. 

00:03. 

Immer noch 00:03. Gott sei Dank. 

00:04. 

Die Zeit steht still. Es ist still. Es ist. So. Wie du es immer wolltest. Ich geh meinen Weg alleine, ich glaub ist besser so … 

00:04.

Kopf in den Nacken. Nur zum Schreiben, sehen. Doch bald einfach blind schreiben. Dann hab ich es erreicht. Es ist ein Traum. Der Kopf tut sich schwer. Auch mit dem Liegen. Dem bequemen … nicht er tut es, sondern ich. & so langsam bin ich froh. Wie oft ich das schon geschrieben hab. In der Hoffnung, wenn ich es lese, glaube ich es mir.  

In Zeiten des Krieges, sehnt man sich nach Liebe. Wieder lauter drehen. Sie schlafen. Ich hab mir das durchgelesen. & dachte am Ende, krass, da bist du wieder zu dir gekommen. Es wird dunkel im Abendland … 

In wessen Welt wachst du morgen auf? Wem gehört dein Geld & wem dein Haus? Das schicken wir dem Bulle lieber nicht mehr. Sonst erschießt er sich. Oder mich. Oder er kündigt & wird mein Freund. Sorry …

Doch was nützen die schönsten Metaphern, wenn‘s du dümmsten nicht raffen? Schau mich an, für was willst du mich hassen? Ich kann dir nichts mehr nehmen, wenn sie dir nichts mehr lassen. Vielleicht werden ja Polizisten meine treuesten Fans. Ich würde es mir wünschen, wenn ich mir irgendetwas wünschen würde. Ich war heut fast so weit, ihm den Link gleich mit zuschicken, hab es dann wieder raus genommen, um vorhin, mit Weinglas in der Hand, fest zu stellen, dass ich Angst hatte, es doch nicht raus zu haben. Ich schaute ins Feuer, & erkannte, dass es, wenn es so gewesen wäre, so gewesen wäre. Weil ich es genauso gewollt hätte. 

Rap ist heute Karneval. Ich geh als übertrieben dope. Wenn du nichts zu sagen hast, sei doch einfach still. Verbrenn kurzer Hand die Szene, während ich mir kurz ein Blunt bau …

Ich glaub die Musik fließt durch mein Unterbewusstsein, & ich glaub nichts mehr. 

00:16. Nächstes Lied. Komm. Wir sprengen diese ganzen Blocks. Wir sprengen gleich das ganze Internet. & vernetzen uns neu. Lauter machen. Die Lautstärke kommt & geht mit dem Lied. Ich hab immer noch keine bequeme Lage für meinen Kopf. So zum Schreiben … Dieser Weg scheint eine 8 zu sein. Es regnet auf mein Nacken ein. Alles unklar … Ich bin hier in diesem All gefangen. & wie weit mich meine Beine tragen werden, liegt allein an meinem scheiß Verstand. Ich lern wieder schwimmen, weil ich niemals hätte gehen sollen. Vielleicht hätte ich schon immer zwischen jedem Satz eine Leerzeile machen sollen. Vielleicht auch doch niemals. 

So. So. Ich bin also die Ruhe selbst. Das ist keine Phase. Das ist meine Basis. Alles zynisch, alles grausam. Es hat alles keinen Sinn. Ich weiß, das, ich brauch das, das ist, was ich bin. & mit ein bisschen Glück glaube ich es mir sogar selbst. 02:02. Wie viel Mut brauchst du für den Scheiß, den du dir einredest?

Ich drehe durch. & kann zum Glück, aus jedem Satz, den ich mir sage, eine Antwort finden. Etwas zaubern. 

Was weißt du vom Leben? Vom Campusleben. Steaks unter dem Reis verstecken. Hier kannst du nicht einfach übern Campus gehen. Nein, hier kommst du nicht rein.

& sie sitzen in der Uni.

Ich sags doch. Sorry, aber ich komm aus der Zukunft.

Zeichne mein Leben, zeichne es groß. Es geht los. 00:20. Ich hoffe, du schläfst sc. Ich dreh noch einen. 121.944 Worte. Viel Spaß. Ihr …

Du … Es sagt mir was. Ich tippe & es sagt dir was. Zeichne den Traum … 

Über 22 Stunden in meinem Film … es großer Falter will ins Licht. & scheut sich. Weil der Bildschirm ihn so grinsend anstarrt. Wer schenkt mir diese Worte? Sollte ich nicht so oft fragen, sonst traust du mir nicht mehr. Ich weiß, dass du Angst hast. Ich stelle eine Frage. & du zeigst sie mir. Hab ich Recht? 

& klang das düster? Dabei ist doch die Angst was Schönes. Ich bin wacher, als ich will.

Dachte ich 26 Jahre. Bis ich begriff, dass ich der Einzige bin, der wach ist. & dass ich träume, wenn sie anfangen, zu funktionieren. & auch träume, wenn sie damit aufzuhören meinen. Ich träume … 

& heute lauf ich entlang der Allee. Nicht ein Teil eures Lebens werd ich jemals sein. Wenn ich dran denk, wie schnell die Zeit doch ins Land ging. Kommt es mir vor, als wenn es gestern als anfing. Ich weiß nicht, was zur Hölle hier mit mir passiert. Ich sitze aufrecht. 

Es ist Phantasie. Ich spinne. 

00:26.

Siehst du mich? 

& sich selbst zu verzeihen, ist noch immer das schwerste. Diese Felder sind weit, doch nur mager die Ernte.

Es ist ein Leben voller Verzicht. 

Tiefe Furchen in meinem Gesicht. 

Ich hatte eine 5 in der Deutscharbeit. In der 10. Klasse. Glaub ich? Oder in der 8.

Tage zuvor hatte ich Herrn Steps, meinem Deutschlehrer & einzigem Freund in diesem Universum aus Verrückten, Herr Steps zum Wörterbuch hinzugefügt. Sie sind auch im Buch erwähnt. Auch wenn meine Rechtschreibung nie die beste war. Komm, gib mir deinen Schmerz, ich werd ihn für dich aufbewahren. Nur falls wir uns eines Tages sehen … was ich sagen will, ist, jetzt bin ich ganz schön abgetrieben wegen ihnen. Vielleicht wollte ich wegen ihnen sogar Lehrer werden. 

So. Ich gab ihm eine Hand voll Gedichte. Er gab mir die 5 in der Arbeit. & den Hefter nach ein paar Worten, zurück. Nicht nach ein paar Worten, nach diesen: Ich will es nicht sagen. Aber danke. Sie sind ein Held. Das wissen sie. Doch es muss auch mal jemand sagen. 

Ich mach mein Ding & scheiß … komm wir machen uns unsterblich. 

Sie sind es schon mal. Herzlichen Glückwunsch. 00:32. 

Morgen steh ich auf & geh auf Arbeit. Heute folg ich meiner Nase. &  scheiß … drauf was die Leute sagen. Doch ich kann alles nicht mehr allzu lang ertragen Die Uhr macht tick tack. Auch wenn ich lang schon nicht mehr kann … 

Während ich die Grammatikfehler nicht ausblenden kann. Sie machen dich zum Krüppel. & die Kunst ist es. 

… Ich hab Geduld & folge immer meiner Nase. Doch ich kann alles nicht mehr allzu lang ertragen. Ich hoffe du fühlst das. Sonst fühlst du nichts. Man kann sagen was man will. Weil es keine Rolle spielt. Sagst du. 

Warum ausgerechnet ich?

Danke. 

Ich zeig dir meine Welt. Es ist nicht schlimm, wenn dir nichts gefällt. Wir schreiben dem Polizisten ein Buch. 

Du bist meine Zielscheibe.

& wenn du es nicht aushältst, dann hör auf mein Buch zu lesen. Scheiß Bulle. 

Der Falter knallt gegen meinen Hals. Ich töte ihn aus Reflex. Das mit der Unlust, am Anfang, scheint nun Quatsch, angesichts dessen, dass ich sitzend schreibe. Dabei reicht mir die Freiheit, einen scheinbaren Beschluss beschließen zu können, um zu beschließen … 

Das hier ist der Trailer. Zu Kriegst alles von mir. Aber nicht mein Joint. Ok?

& er so, Prinzipien sind zum Reiten da.

Bleibt das hier für immer? Wer weckt mich auf aus diesem Traum? 

Anonym & satt. & plötzlich hab ich keine Sorgen. Es ist alles, wie ich will. Wenn ich will. Nie wieder berührt mich irgendwer. 26. Ob ich noch älter werde? Bro ich weiß nicht …ich drehe. 00:45. Herr Steps. Was machen wir jetzt? Macht es ihnen Freude? Ihr Renterleben? Oder wollen wir gemeinsam um die Welt reiten? 26 … ich hab die Depression weggelächelt. Ich bin clean dicker. Da ist Medizin in meinem Blättchen. 

Wir holen die Grasraucher ins Boot. 

& die Nichtgrasraucher auch. 

Ihr Affen.

Wenn dir meine Ausdrucksweise gefällt, kannst du paar geile Kekse backen. & mich fragen, wohin du sie senden darfst. Während ich mit meinem Block durch die Welt laufe, & laufe & stehe & sitze &. Ok? Wenn nicht. Auch ok.

Man braucht nur das richtige Publikum. Dann wird jeder Witz zum Witz. Oder 90 Grad in der Sauna & Aufguss. 

& ich verkleide mich als ganz normaler Mensch. Manchmal. Weil, was ist normal? Rhetorische Frage. Natürlich.

Ich komm klar, ich könnt brechen. Mit zitternden Händen & einem gequälten Lächeln. Ich kann mittlerweile grade sitzen & die Gabel richtig halten. Weshalb meine Eltern nicht stolz auf mich sind, weiß ich. Weil sie mich nicht kennen. Oder weil sie mich kennen. Ansichtssache. Haha. Ich plan ein Coup in paar Stunden. Bist du dabei? War nur Spaß. Ich bin ja nicht dumm. War nur Spaß. Wir machen ja nur noch legale Sachen. Gott sei Dank. Erinnere ich mich, wie ich es Lilly sage, als am nächsten Tag die Polizei da steht. Wenn das mein Karma, war, & dass ihr seid, wie ihr seid, & ich erlebte & erlebe, was ich erlebe, dann war ich ein verdammt guter Mensch. Haha. In meinen Träumen geht’s um Karma. Um schnelle Beute & mein Vater. & sonst nada … na gut. 

Ich fliege die ganze Zeit Flugzeug. & fürchte, abzustürzen. Mit dem einen, & dem anderen. Die ganze Welt. Jeder dealt anders damit. Doch jeder dealt. Ich mach jetzt mal ein Leerzeichen, & gehe Pissen. Ein Verlierer, denn ich wollte nie ein Sieger sein. 

Ihre Stimmen verblassen. Sie sterben. Ich bleibe zurück. 

& geh nun pullern. Ich sag immer pullern, beim Schreiben schrieb ich pissen, bis jetzt. Besessen von der Suche, dass ich niemals dort ankomm. Der Falter lebt noch. 00:58. 

Der Falter sitzt am Fester. Das Bildschrim ist aus. Es geht nicht. Seit ich weiß, das der Falter so groß ist, fürchte ich mich vor ihm. Ich erwarte, dass er auch mich fliegt. & beschließe, ihn zu töten. Licht an. Ich les mir erstmal durch, was ich geschrieben hab. Die Fliege summt. Mit es geht nicht, meinte ich das Feuer.

Hier habt ihr endlich euren Grund zum Wimmern. 02:15. Wir haben zu Ende gelesen.

Tief in der Nacht ist für Gefühle kein Platz. Gutes Wetter. Schlechtes Klima.

Der Falter zappelte immer noch. 02:36. Obwohl er längst tot war.

Ich mache, was Mama von mir erwartet. Einfach nur, dass sie sich freut. Zu viel Talent, um es ruhen zu lassen. Frag nicht nach dem Grund. Frag nicht nach dem Sinn. Ich bin auf der Suche nach dem Meer. Wohin ich auch geh. 02:46. Wir haben ein bisschen Akku getankt. Indem wir den Text gelesen haben. Ich hab getan, was ich konnte, aber der Plan ging nicht auf. Ich nehme die Zukunft vorweg. So kann mir nichts passieren. Frag nicht nach dem Einsatz. Frag nicht nach dem Gewinn. Die Frage ist nicht, ob ich eine Wahl hatte, die Frage ist, wann ich es anpack. 02:47.

Gute Nacht ihr Mäuse. Ich hab keine Angst mehr. Also brauchst du auch keine haben. Während draußen, eine Maus, quietscht … ist ein geiles Wort. Ich schreibe direkt im Internet. Mama denkt ich wäre arbeitslos. Das Leben stellt mir das Essen auf den Tisch. Wir geben. Wir nehmen. Ich hab Angst, dass ein Monster kommt. Weil ich nie Angst haben durfte. Brauchte. Ich durfte schon. Nur wär ich dann mit meiner Angst allein gewesen. Dann hab ich mich entschieden, einfach keine mehr zu haben. Doch heute, hab ich Angst. Jetzt gerade. Unglaubliche Angst. Ich mach das Handylicht an. Ich höre irgendetwas. Das größte Hindernis, ist, eigentlich immer nur ich.

03:00 Uhr.

Ich war im Schuppen ein Feuer finden. Ich fürchte mich nur vor mir selbst.

Kerze angezündet. Musik laut. Das Fenster ist zu. Als könnte man schlafen, wann man will.

Ich will nicht. Ich bin. & blicke zurück ins Tal, von der Bergspitze. Da unten ist nichts mehr, was ich vermisse. 03:03.

Tanja, ist das das, was du meintest, als du sagtest, ich würde etwas unternehmen?

Oder Mama, als du meintest, ich wüsste alles besser?

Schöner Zufall das wir uns überschneiden in unserer kurzen Zeit, zwischen unserm ersten & dem zweiten Mal Endlosigkeit. Paranoide auf der Suche nach der großen Liebe. Meine Augen werden müde. Von nun an schreib ich nur noch in mein Heft.

& wenn das alles nur ein Scherz ist, den keiner blickt, ist das okay. Hauptsache wir lachen gemeinsam. Wenn ich mir alle 5 Minuten eine gute Nacht wünsche, nicht mir, mehr der Welt, ist es kein Wunder, das sie schläft. & ich pisse draußen, & denke, das ich schreiben will, dass man im Dunkeln mit einer Lampe mehr Angst hat, als ohne.

Sie ist ein Bild für die Götter. Ich bin ein Mond aus Glas. Bin ich denn unsichtbar für dich? Siehst du meine Rauchsignale nicht?

Als würde das Ganze jemals enden … die Ruhe vor dem Sturm 3:33

03:45. Eminem schreit mir irgendwas von white America ins Ohr. Mein Husten gibt dem Ganzen einen Eindrucksvollen Unterton.

Ich tue genug. Ich habe genug. Ich bin genug. Du weißt. Fuck you.

Ich hab immer das letzte Wort. Good night, everyone. I am sorry mama, but tonight … mal sehen wie lang der Laptop noch durchhält. It feels so good, to be back. Gentlemens.

Es geht auf & ab. Lilly liegt auf mir. 03:59.

Der Akku erholt sich, wenn er zugeklappt ist.

5 Mann lesen den Text. Während ich schreibe. Nachts um 4:01. Alles ist wie immer .

I am a soldier. Der Akku ist leer. Ich hab das Handy. Ich nehm es nur noch in die Hand, um alle Tage hochzuladen, was ich seit einem Monat geschrieben hab. Vielleicht.

04:15. Die ersten Vögel sind wach. Wir können die Kerze auspusten.! Pablo atmet durch.

& schon bist du raus. War doch gar nicht so schwer. Es war nur schwer, es auszudrücken. Wenn man nicht reden kann.

Sie meinten, die Webseite sei hübsch. Nun ist sie auch schön. Eminem singt so …

Der J im Mund. 04:44. ich werd dich nun wach küssen. Mich strecken, in dem Wissen.

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